Hörtipps

 

Musik hören . . .

Sooft wie dies jeder in seinem Leben getan hat, kann man garnicht zählen.
Doch genauso wie die Musik verschieden ist, genauso verschieden wird sie angehört.
Oft hören wir unbewußt, z.B. beim Autofahren oder auf Arbeit.
Die Musik "düdelt" so vor sich hin und dient eher als Klanguntermalung denn als Genuß.
Anders allerdings hören sich Menschen ihre "Lieblingslieder" an. Die Aufmerksamkeit steigt,
die Ohren werden "gespitzt".
Das Lied wird immer wieder angehört und jedesmal hören wir ein bißchen mehr aus dem Stück hervor.

Die Frage ist doch jetzt: 'Warum hören wir mehr als beim ersten mal ?'

Anfänge der Hörkultur Eine Erklärung ist,
daß wir Klangfolgen die uns schon bekannt sind mit unserem Gehirn herausfiltern und unsere Aufmerksamkeit auf neue Element richten. Diese Fähigkeit hatte der Mensch schon bevor er Musik gehört hat, nämlich um z.B. Geräusche von wilden Tieren aus dem Rauschen des Windes etc. herauszuhören.

Acid, Techno und House richtig gehört

heißt als erstes, daß wir uns ein Equipment besorgen, mit dem wir die Musik so 'breit' wie möglich hören können. Als Zweites müssen wir uns Zeit nehmen und die Musik in Ruhe hören.

Bumm , Bumm , Bumm

hören die meisten 'Nicht-Techno-Hörer' nur, wenn sie das erste Mal mit dieser schönen Musik konfrontiert werden. Da hören sie auch richtig, denn der basedrum ist auch das dominierenste Instrument bei dieser Musik. Doch der basedrum es ist nicht die einzige Klangfolge.

Man muß die Musik erforschen,

ein Akustomaut bei der Forschung auch wenn es etwas abgedreht klingt.Aber so läßt es sich am besten beschreiben, wie man Techno richtig hört.
Wichtig ist, daß wir die anfänglich beschriebene Fähigkeit des Gehirns ausnutzen und den basedrum verdrängen. Nun kann man sich eine Klangfolge ('Instrument') heraus greifen und versuchen ihr zu folgen.

Das ist zu monoton

heißt es immer, doch jetzt ist es genau richtig, da wir uns in Ruhe auch eine zweite oder
dritte Sequenz ganz genau anhören können, bevor sich die Szene der Musik ändert. Gute Musik zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß wir immer wieder von Klängen positiv 'überrascht' werden oder unsere Aufmerksamkeit geschickt auf ein anderes Element gelenkt wird. Doch unser Körper ist nicht blöd !
Basedrum und allerlei hohe 'Zisch' oder 'clap' Geräusche sind trotzdem vorhanden,
auch wenn wir sie nicht so direkt wahrnehmen. Unser Körper gerät durch die schnellen
Rhytmen in eine Art Stresszustand. Ein Ausstoß von einer vielzahl verschiederner Hormone
und Botenstoffen versetzt uns in einen zur Musikstimmung passenden Zustand.
In diesem Zusammenhang beobachtete Nebenwirkungen wie Zappeln oder Nicken im Rhytmus der Musik sind sichere Zeichen dafür, daß die Musik gut ist.