wo hoeren?


Nicht überall ist Technokultur erwünscht...

Wenn wir in die Natur fahren müssen wir so einiges beachten, damit wir keinen Ärger bekommen.

1. Wohnen Menschen in der Nähe, die gestört werden könnten
2. Ist Wald in der Nähe
3. Ist es Privatgelände
4. Ist die Zufahrt öffentlich

Die genannten Punkte sind deshalb von Bedeutung, weil man sonst ganz schnell wegen
Ruhestörung belangt werden kann.
Besonders Förster und Jäger sind da sehr empfindlich.
Da sie Angst um den Schlaf der Tiere im Wald haben und dazu noch die Bemächtigung Strafen zu verhängen, kann das schnell mit empfindlicher Belastung des Geldbeutels enden.

Ideal sind Plätze

Die eigene Party ist besser als Disko an Feldern, weit weg von Wohnsiedlungen.
Am besten hinter einer kleinen Baumgruppe oder einem Hügel. Hier wird der Schall
zurückgehalten und die Gefahr, jemanden zu stören ist damit geringer.
Wasser sollten wir meiden, da die Wasseroberfläche den Schall bis in die letzten Ecken trägt.

Sauberkeit & Ordnung

sollten uns aber immer ein Begriff sein. Der Platz an dem wir gefeiert bzw.
Musik gehört haben darf nicht anders aussehen als am Tag davor.
Glas oder Zigarettenstummel dürfen natürlich nicht mehr herumliegen.
Die Besitzer von dem Land werden uns immer nur solang dort dulden, wie kein Schaden entsteht.

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Wie bekommen?:

Sowas habe ich noch nicht gehört

Wo bekommen wir eigentlich diese Musik her? Im Radio hören wir ja so eine Musik nicht,
denn im allgemeinen spielen die Radiosender nur die Charts und Oldies.

Es gibt aber auch Sendungen im Radio, die solche Musik übertragen.
Die HR3-ClubNight ist so ein Beispiel.

Einen Radiosender (nur per Satelit) gibt es allerdings.
EvoSonic heißt er und ist der einzige Sender dieser Art.
Mehr zu diesem Sender erfährst du unter links.

Im Internet bekommen wir auch Unmengen von guter Musik. cosmium.net ist z.B. einen dieser Seiten.
In letzter Zeit gibt es auch immer mehr Seiten, in denen man RealAudio Daten laden kann.

Eine weitere Möglichkeit ist es, in einem Club den DJ eine Kassette zu geben und gleich das Set aufnehmen zu lassen. Dazu bedarf es aber allerdings oft guten Überredungskünsten.

Kassetten kopieren ist Ehrensache Wenn wir so langsam immer mehr Leute kennenlernen,
die auch auf diese Musik stehen, dann können wir uns gegenseitig Kassetten überspielen.
Hierzu gibt es aber noch etwas zu sagen: Geld ist tabu!
Wer Kassetten überspielt, muß wissen, daß dies nur legal ist, wenn es nicht gewerblich betrieben wird.
Außerdem gehört es sich in der 'Szene' einfach nicht für so etwas Geld zu nehmen.

Die gute alte Schallplatte gibt es natürlich auch noch. Doch hier ist die Musik noch nicht gemixt.
In größeren Städten gibt es meist gut sortierte Plattenläden. Platten gehören auch immer öfter zum Sortiement von HeadShops. Wenn wir nicht mixen wollen, können wir hier trotzdem fündig werden. Sogenannte mixtapes gibt es eigentlich auch immer.
Allerdings sollten wir die Höprobe nie vergessen, damit wir nichts doppelt kaufen.
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Selber machen:

Am schönsten ist's sich's selber zu machen

Heute ist dies zum Glück recht einfach. Man benötigt für die ersten Schritte eigentlich keine Hardware zusätzlich zum Computer mehr. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Programmen, die alle mehr oder weniger gut geeignet sind. Manchmal bringt uns ein Programm das eigentlich nicht so toll ist den gewünschten Effekt. Es gilt also auch hier : Je mehr, desto besser.

WAV oder Synthese ?

Es gibt zwei unterschiedliche Sorten von Musikprogrammen.
Die einen arbeiten mit fertigen kurzen Dateien (samples),
die einfach kombieniert werden können. Mit solchen Programmen gelangen wir aber
meistens schnell an die Grenzen der Kreativität. Wir können nie so richtig eigene Klänge erzeugen,
da die Instrumente wie gesagt als Datei gespeichert sind und sich nur wenig verändern lassen.
Jetzt kommt die zweite Sorte der Programme ins Spiel. Diese erzeugen Schwingungen,
die so überlagert werden, daß die unterschiedlichsten Klänge dabei herauskommen. Nachteil solcher Programme ist, daß wir keinen Text oder natürliche Geräusche mit einbauen können.
Alles kann man nicht haben, aber es gibt Programme die beide Arten vereinen.
Dies ist eigentlich am besten.

Das Grundgerüst

eines Technostücks ist recht simpel. Immer schön im 4/4 Takt, Ausnahmen erlaubt.
In fast allen Programmen gibt es die gleiche Art Musikstücke zu erzeugen.
Das ganze Lied teilt sich in eine bestimmte Anzahl Spuren (4,8,16, ...) auf.
Diese Spuren beinhalten Klänge, Töne und Samples aneinander gereiht.
Die Spuren werden vom Programm einfach zeitgleich abgespielt.
Jede Spur teilt sich in sogenannte pattern auf.
Diese pattern beinhalten meist 16 mal die Möglichkeit (Takt) ein Klangelement zu setzen.

Die Baseline

generieren wir ganz einfach. Der erste Takt der ersten Spur wird mit einem schönen Bass belegt.
Nun setzen wir beim 5., 9. und 13. Takt den gleichnen Bass, nur etwas leiser.
Schon haben wir das bekannte Bumm-Bumm-Bumm.

Die zweite Spur

belegen wir jetzt z.B. mit einem Klatschen. Allerdings auf Takt 4, 8, 12 und 16.
Schon haben wir ein schönen Rhytmus.

Probieren geht über studieren

Jetzt können wir die anderen Spuren nach Lust und Laune belegen.
Dabei aber immer beachten: Weniger ist manchmal mehr !
Im Klartext heißt das, so wenig wie möglich Instumente einsetzen.
Die Musik wird sonst zu dicht und der Hörer kann sich nicht mehr auf einzelne Instrumente konzentrieren.

Das Stück entwickelt sich langsam,

damit wir den Hörer Zeit geben sich daran zu gewöhnen. Die nächsten pattern enthalten daher immer nur kleine Änderungen. Wenn wir nun noch ruhige Passagen einbauen und dann langsam wieder
zu Grundthema übergehen, dann dürfte das Ergebniss schon recht gut klingen.

Hardware zum Musik machen

gibt es für das entsprechende Geld wie Sand am Meer.
Doch es muß nicht unbedingt ein neues Gerät sein, mit dem wir musizieren. Durch Anzeigen in Musikzeitungen kommen wir auch für weniger Geld an gute 'Instrumente'.
Die Art aus solchen Geräten Musik heraus zu locken, ist die gleiche wie bei den Computerprogrammen.
Nur ist die Bedienung von Gerät zu Gerät stark unterschiedlich. An dieser Stelle soll deshalb nicht näher
darauf eingegangen werden. Wer sich einmal tiefer mit der Musik beschäftigen wird,
bekommt rasch einen Überblick über Geräte und Möglichkeiten in dieser Musikrichtung.
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Geschichte:

Ein komplizierter Weg

Wo diese Musik genau ihre Ursprünge hat, ist schon seit es sie gibt umstritten.
Fakt ist, daß es keine Wurzel gibt, von der alles ausgegangen ist.
So ist diese Musik eher aus den unterschiedlichsten Richtungen entstanden.

Das gute alte Gay-House

ist in den 80'ern vornehmlich in Detroit und Chicago entstanden.Hier wurde es in den Diskotheken gespielt.
Allerdings war diese Richtung sehr textlastig. Der Textinhalt war meist wie folgt:
Die Welt ist schön ; Ich fühle mich gut ; Fühl Dich frei und sei immer gut dabei u.s.w.
Sehr viel von dieser Musik war noch 'handgemacht', sprich echte Instrumente, Jazzpassagen und Gesang.
Allerdings steigerte sich der Einsatz von elektronischen Effekten immer mehr,
bis ohne künstlich erzeugte Klänge kein einziges Lied mehr auskam.

Acid pfietscht und pfeift

Wir müssen gut zuhören ebenso seit den 80'ern erst so richtig.Diese Musik kommt wirklich aus der Elektronik. Hier werden zu Prüf- und Messzwecken Frequenzgeneratoren eingesetzt.Diese erzeugen Frequezen von bestimmter Form und Höhe.
Mit mehreren dieser Geräte kann man schon ein schönes 'wabern' oder 'kreischen' erzeugen.Aus dieser,
sagen wir Entdeckung entstanden die ersten Frequenzgeneratoren, die ausschließlich dazu gedacht waren Musik zu machen. Die Möglichkeiten dieser Geräte wurden auch immer mehr verfeinert und die Musik wurde immer detailierter.

Kraftwerk,

eine Gruppe, die in Deutschland die elektronische Musik das erste Mal massiv in die Charts brachte.
Reine Klangsynthese und verfremdete Stimmmen sind das erste Mal so zu Musik gemacht worden.
Später kamen Gruppen wie 'Depeche Mode' auf, die neben Gesang auch künstliche Klänge sehr stark in ihre Musik einbauten.

Das Boot

ein Lied von der Gruppe U96 war am Anfang der 90'er Jahre der Renner.Solche Lieder waren eine ganz neue Form des Techno, hauptsächlich um damit viel Geld zu verdienen. So um 1994 kamen Marusha und Co. sowie die Technoparty MAYDAY stark in Mode.

Eine Richtung gibt es nicht mehr

kann man heute eigentlich sagen. Jeder, der elektronische Musik kreiert schöpft aus allen Quellen.
Element des House, des Acid und des Technos sind nicht mehr direkt voneinander zu trennen.

Die Musik entwickelt sich immer weiter

und mit zunehmender Entwicklung in der Computerindustrie wird es auch immer leichter
seine eigene Musik zu gestalten. Wir dürfen also gespannt sein, wie es mit dem Techno weitergeht . . .